… die Spannung steigt von Minute zu Minute kontinuierlich bei allen beteiligten SchülerInnen der Modellklassen, das Theaterprojekt „Wir tricksen euch aus“, finanziell gefördert im Rahmen der Initiative „culture connected“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, am 26.Juni um 19 Uhr im Komm-Zentrum Leitersdorf zur Aufführung zu bringen. Die intensiven Proben, getragen von einer enormen Kreativität und Begeisterung unserer SchülerInnen, die die Szenen unter Anleitung der Lehrpersonen und in Kooperation mit Theaterpädagoginnen selbst gestalten, sind im vollen Gange. Besonders herzlich möchten wir uns bei den Eltern der Modellklassen bedanken, die uns dabei nicht nur mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgen, sondern auch die Schülertransporte zum Komm-Zentrum übernehmen. So geht MITEINANDER!

<<Einladung>>

Einige Informationen dazu:

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam ein Theaterstück in Kooperation mit Theaterpädagoginnen zu den Themen: Freude und Ängste, Abhängigkeit, Hinwendung zu den Eltern und wachsender Wunsch nach selbstbestimmten Leben. Die Kinder reden von dem, was sie denken, fühlen, wollen und tun. Meist ans Publikum gewandt, zeichnen sie in wechselnden Sprechchören und Darstellungsformen ein buntes, teilweise widersprüchliches Bild von sich und ihrer nahen Welt. Sie berichten von ihrem täglichen Ringen um Anerkennung, von den mehr oder weniger erfolgreichen Erziehungsversuchen ihrer Eltern, von lästigen Mücken und Tanten, von Streit und Trost. Sie fragen, warum Papa nicht mehr zu Hause wohnt, und wollen mehr wissen über auch brisante Fragen. Die Kinder erobern die Bühne. Hier haben nur sie das Sagen, nur sie bestimmen die Szene, während die Erwachsenen zum Stillsitzen verdonnert sind. Geschützt im gemeinsamen Auftreten wagen die Kinder Kritik und äußern lautstark Protest, manchmal nicht ohne Komik. Doch diese souveränen Momente dauern nicht lange an. Denn immer, wenn die Kinder von ihren Freuden und Ängsten sprechen, lassen sie erkennen, wie sie schwanken zwischen ihrer Abhängigkeit, ihrer Hinwendung zu den Eltern und dem wachsenden Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Die Szenen gestalten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Lehrpersonen im fächerübergreifenden Unterricht und in den Phasen des offenen Lernens das ganze Schuljahr hindurch.

Professionelle Theaterpädagoginnen des TAO! begleiten den Entwicklungsprozess, auch bedarfsrelevant, im Rahmen von Workshops und unterstützen das ganze Projekt durch intensive Zusammenarbeit vor allem in der Endphase zur Aufführung hin. Das Bühnenbild entsteht in den handwerklich-kreativen Gegenständen (Werken, BE) und die Entwicklung, Proben und Produktion der musikalischen Untermalung findet im Musikunterricht statt.

Durch ein hohes Maß an Selbstorganisation seitens der Schülerinnen und Schüler fördert und stärkt die Produktion und Aufführung die Selbstständigkeit, das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung und nicht zuletzt pädagogisch wertvolle Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern. Bei diesem Theaterstück werden die Potentiale jedes Einzelnen aufgrund der individuellen Rollen ausgeschöpft und außerdem die Teamfähigkeit der Klassen gefestigt. In alle kreativ-künstlerischen Prozesse ist der TAO! als Kulturpartner mit einbezogen.